Startseite | Links | Sitemap | Impressum | Datenschutzerklärung

Startseite

Paarung.
Worte und Farben miteinander verwoben, erschaffen Klangbilder.
Sonja Viola Senghaus

Der Akt des Malens bedeutet zunächst rein technisch einen Untergrund mit Farbe zu versehen, zu bedecken. Dabei geht es weniger um das beabsichtigte Motiv, sondern vielmehr darum etwas Neues zu beginnen/zu erschaffen. Manche Künstler empfinden den eigentlichen Akt des Malens als etwas sehr meditatives, beruhigendes, das jedoch auch mit einer gewissen Art von Spannung einhergeht. Bei Dorette Polnauer überwiegt eindeutig der meditative Ansatz in der Malerei. Ihre Werke strahlen Ruhe gepaart mit einer gespannten Transzendenz aus. Monochrome, lasurhafte Bildhintergründe stehen in Korrespondenz mit sanften geometrischen Formen des Kreises. Dorette Polnauer bewegt sich instinktiv in einer besonderen Form des lyrischen Expressionismus, in der es um die Wiedergabe von Gefühlen, Emotionen und Erlebtem auf der Leinwand geht.
Die Tochter einer Schneiderin, Dorette Polnauer, verarbeitet in ihren Werken immer wieder auch die eigene Vergangenheit/Kindheit. Abbildung eines Hemdes, das sich meist sanft im Winde zu bewegen scheint ist Symbol für die Auseinandersetzung. Zugleich ist das Hemd auch der einzige persönliche Hinweis auf die Präsenz der Künstlerin im Bild, die sonst durch ihren Malstil sich selbst zurück nimmt. So sind keine individuellen Pinselstriche oÄ zu sehen, an denen man die Künstlerin als Person erkennen könnte. So kann sich der Betrachter ganz in die Farbräume und Weiten der Werke von Dorette Polnauer vertiefen. Der Titel „Farbhäutungen“deutet bereits an, dass unter der Farbe, unter der Oberfläche noch weitere Inhalte sich befinden, die entdeckt werden möchten/sollen.
Christopher Naumann

Weiter zu: Bilderserien

  Maler sprechen durch Farbe, nicht durch Worte